Ingwer

Der Ingwer wirkt stark erregend und erhitzend und ist in kleinen Gaben ein kräftiges, magenstärkendes und die Verdauung beförderndes Mittel. Er wird jedoch in der Heilkunde nicht für sich allein, sondern nur als Zusatz zu stärkenden Arzneien, im Weine bei Schwäche und Verschleimung der Verdauungsorgans, und bei veralteten Wechselfiebern, auch bei Typhus und Lähmungen, seltener zu Nies- und Kaumitteln, oder zu Senfpflaster verordnet. Ingwer, mit etwas Kümmel in Wein gesotten, ist bei Magenweh, Blähungen und Unterleibsschmerzen ein sehr gutes Mittel. Er bildet ferner einen Bestandteil mehrerer Präparate. Im übrigen spielt der Ingwer im menschlichen Haushalte als Gewürz eine bedeutende Rolle. Inn der Tierheilkunde wird der Ingwer geradeso wie der Kalmus benutzt.
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Honigsäfte

Lässt man das Wasser in den Arzneimitteln verdunsten, so werden diese, wie der Sirup, Extrakt (Auszug), dickflüssig. Auch erhält man dickflüssige Arzneimittel, wenn man diese mit dickeren Flüssigkeiten wie Schleim u.s.w., mischt. Hierher gehören die Honigsäfte, die man durch Eindicken gereinigten Honigs mit irgend einem Aufguss oder Absud erhält. Nimmt man sie zu Essigaufgüssen, so erhält man die Sauerhonige, wird bei den Honigsäften der Honig durch Zucker ersetzt, so erhält man die Zuckersäfte oder Sirupe.

Siehe auch: Einleitung

Hollundertee

Gegen geschwollene Mandeln, Heiserkeit, Halsweh, ist Hollundertee vorzüglich. Vier Finger voll Hollunderblumen werden mit 250ml kochendem Wasser eine Viertelstunde lang zugedeckt stehen gelassen und dann getrunken, worauf man sehr bald Erleichterung verspürt.
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